Der erste Kontakt
Der Erstkontakt erfolgt in der Regel telefonisch. Alternativ können Sie Ihr Interesse über das Portal „Little Bird“ anmelden.
Nach einem kurzen telefonischen oder schriftlichen Austausch vereinbaren wir einen persönlichen Kennenlerntermin in unserer Einrichtung.
Diesen Termin legen wir bewusst innerhalb unserer Öffnungszeiten, damit Sie einen authentischen Einblick in den pädagogischen Alltag und das Leben in unserer Kita erhalten.
Aufnahme und Eingewöhnung
Wenn wir uns gemeinsam für eine Betreuung entscheiden, beginnt die Eingewöhnung Ihres Kindes.
Je nach Alter arbeiten wir mit einem differenzierten Eingewöhnungskonzept. Dieses orientiert sich an pädagogischen Standards und wird – im Rahmen unserer Möglichkeiten – an die individuelle Familiensituation sowie an die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst.
Eine sichere und bindungsorientierte Eingewöhnung ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. In dieser sensiblen Phase lernen wir Ihr Kind intensiv kennen, während es zugleich Vertrauen zu den pädagogischen Fachkräften und zur neuen Umgebung aufbaut.
Die Eingewöhnung erfolgt unter aktiver Beteiligung eines oder beider Elternteile und kann – abhängig vom individuellen Verlauf – bis zu vier Wochen dauern.
Für eine tragfähige Erziehungspartnerschaft ist eine tägliche, transparente und individuelle Abstimmung zwischen Elternhaus und Einrichtung wesentlich.
Unser Tagesablauf
Unser Tagesablauf verbindet verlässliche Strukturen mit größtmöglicher Selbstbestimmung. Feste Zeitrahmen geben Orientierung, innerhalb dieser erleben die Kinder vielfältige Bildungs- und Entscheidungsmöglichkeiten.
07:30 – 09:00 Uhr | Ankommen in der Stammgruppe
Alle Kinder haben von 07:30 bis 09:00 Uhr Bringzeit.
Sie kommen in ihrer Stammgruppe an, werden persönlich begrüßt und starten in ruhiger Atmosphäre in den Tag.
08:00 – 10:00 Uhr | Freies Frühstück im Bistro
Zwischen 08:00 und 10:00 Uhr ist unser Bistro geöffnet.
Die Kinder entscheiden selbstständig:
wann sie frühstücken,
mit wem sie frühstücken,
wie viel sie essen.
Das freie Frühstück fördert Selbstverantwortung, Eigenständigkeit und soziale Kompetenz.
09:00 – 11:30 Uhr | Freie Bildungszeit in den Funktionsbereichen
Ab 09:00 Uhr öffnen sich unsere Funktionsbereiche.
Bis 11:30 Uhr gestalten die Kinder ihre Bildungszeit selbstbestimmt.
Sie wählen:
ihren Lern- und Spielort,
ihre Spielpartner:innen,
ihre Tätigkeit.
Unsere pädagogischen Fachkräfte begleiten, beobachten, dokumentieren und setzen gezielte Impulse.
11:30 Uhr | Morgentreff in der Stammgruppe
Um 11:30 Uhr treffen sich die Kinder wieder in ihrer Stammgruppe.
Dieser gemeinsame Abschluss des Vormittags schafft Verbindung, Orientierung und einen bewussten Übergang in die Mittagszeit.
12:00 Uhr | Mittagessen
Die Ganztagskinder (GT) gehen im Anschluss zum Mittagessen.
Aktuell beziehen wir das Essen über einen externen Anbieter. Unser Ziel ist es perspektivisch, allen Kindern ein frisch zubereitetes, selbstgekochtes Mittagessen anbieten zu können.
12:00 – 12:30 Uhr | Erste Abholzeit für VÖ-Kinder
Für die Kinder mit verlängerter Öffnungszeit (VÖ) ist von 12:00 bis 12:30 Uhr die erste Abholzeit.
Im Anschluss nehmen sie ein zweites Vesper im Bistro ein.
13:00 – 13:30 Uhr | Zweite Abholzeit für VÖ-Kinder
Zwischen 13:00 und 13:30 Uhr werden alle VÖ-Kinder abgeholt.
Mittagsruhe der Ganztagskinder
Für die Ganztagskinder beginnt nun die Mittagsruhe.
Diese Zeit ist bewusst entschleunigt gestaltet.
Die Kinder können:
schlafen,
sich zurückziehen,
ruhig spielen oder lesen.
Wir orientieren uns dabei am individuellen Ruhe- und Schlafbedürfnis des Kindes.
Nachmittags | Zweite freie Bildungszeit
Am Nachmittag findet eine weitere freie Bildungszeit statt.
Je nach Wetterlage nutzen wir intensiv unseren Außenbereich.
Besonders stolz sind wir auf unseren großen, naturnahen Garten. Dieser bietet vielfältige Bewegungs-, Erfahrungs- und Naturerlebnisse. Je nach Alter und Entwicklungsstand nutzen die Kinder diesen selbstständig oder in Begleitung.
Öffnungszeiten
Die Kita endet derzeit:
Montag bis Donnerstag um 16:30 Uhr
Freitag um 14:30 Uhr
Unser Leitbild vom Kind
Unser pädagogischer Weg
Wir befinden uns aktuell im Prozess des Übergangs von festen Gruppenstrukturen hin zu einer offenen Arbeit mit Funktionsbereichen.
Dieser Entwicklungsprozess geschieht bewusst und schrittweise.
Wir nehmen uns Zeit, reflektieren im Team kontinuierlich und nehmen Kinder sowie Familien transparent mit auf diese pädagogische Reise.
Veränderung verstehen wir als Qualitätsentwicklung – orientiert an den Bedürfnissen der Kinder und an unserem Anspruch an zeitgemäße frühkindliche Bildung.
Unser Bild vom Kind
Unsere pädagogische Arbeit basiert auf einem kindzentrierten Ansatz und einem zeitgemäßen Bildungsverständnis.
Wir sehen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit – kompetent, neugierig und von Beginn an aktiv gestaltend. Kinder sind keine „zu formenden Wesen“, sondern bringen ihre individuellen Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungsthemen bereits mit.
Unsere Aufgabe ist es, diese Potenziale wahrzunehmen, ernst zu nehmen und professionell zu begleiten.
Das Kind im Mittelpunkt
Für uns steht jedes einzelne Kind im Zentrum unseres Handelns.
Wir:
nehmen Kinder an, wie sie sind
achten ihre individuellen Entwicklungsrhythmen
begleiten sie verlässlich bis zum Schuleintritt
schaffen sichere Bindung und Orientierung
Kinder lernen aus intrinsischer Motivation. Sie lernen durch Beziehung, durch Spiel, durch Selbsttätigkeit und durch bedeutsame Erfahrungen.
Unsere Räume als Bildungsorte
Wir gestalten unsere Kita als Spiel-, Lern- und Lebensraum.
Unsere Funktionsbereiche sind:
klar strukturiert
übersichtlich gestaltet
ästhetisch und ordentlich vorbereitet
reich an Aktivitäts- und Erfahrungsmöglichkeiten
Vielfalt bedeutet bei uns nicht Reizüberflutung.
Materialien sind bewusst ausgewählt, zugänglich präsentiert und ermöglichen selbstständiges Handeln.
Kinder finden Orientierung, Eltern Transparenz.
Selbstbildung in der Offenen Arbeit
Im Rahmen unserer offenen Arbeit mit Funktionsbereichen geben wir Kindern die Möglichkeit,
eigene Interessen zu verfolgen
Entscheidungen zu treffen
Verantwortung zu übernehmen
soziale Beziehungen aktiv zu gestalten
Wir verstehen uns als Lernbegleiter:innen.
Wir beobachten, dokumentieren, reflektieren und setzen gezielte Impulse – ohne das Kind in seiner Eigenaktivität zu begrenzen.
Erziehungspartnerschaft
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Familien ist für uns zentral.
Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder – wir verstehen uns als ergänzende Bildungs- und Erziehungspartner:innen.
Sie können:
jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen
Gesprächstermine vereinbaren
nach Absprache hospitieren
am Kita-Alltag teilhaben
Regelmäßige Entwicklungsgespräche sind für uns selbstverständlich. Darüber hinaus schaffen wir Begegnungsmöglichkeiten wie Elternabende, Feste oder gemeinsame Aktionen.
Ein stabiles, respektvolles Miteinander bildet die Grundlage für eine gelingende Bildungsbiografie.
Unser pädagogisches Selbstverständnis
Wir formen Kinder nicht.
Wir eröffnen Erfahrungsräume.
Wir geben Kindern Zeit, sich Fähigkeiten und Fertigkeiten eigenständig anzueignen – Kompetenzen, die sie ein Leben lang begleiten.
Oder, wie es Jean Paul formulierte:
„Wir formen das Kind nicht, sondern wir geben ihm die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, sich eigenständig Fähigkeiten und Fertigkeiten (Schätze) anzueignen, die es mitnimmt für sein ganzes Leben. Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden. Man muss sie auch gehen lassen.“
Dieses Verständnis prägt unser tägliches Handeln.